Beta Carotin

Bevor wir uns den eigentlichen Vorzügen des Beta-Carotins widmen, halten wir es für dringend nötig, zunächst die alte Debatte um die möglichen Nebenwirkungen von Beta Carotin bei Rauchern aufzuklären, die nach wie vor bei vielen Verbrauchern hartnäckig und völlig unbegründet für Unsicherheit sorgt.

Diese Debatte hat unnötigerweise dazu geführt, dass teilweise mehr Menschen Beta-Carotin mit etwas Gefährlichem assoziieren, als es als das anzusehen, was es ist: ein Segen für unsere Gesundheit!

Schadet Beta-Carotin den Rauchern?

Trauriger Weise haben viele Menschen zum ersten Mal Notiz von Beta-Carotin vernommen, als in den 90er Jahren einschlägige Medien sich mit der Kritik auf Beta-Carotin gestürzt haben, Beta-Carotin, das bis dato sich einen Namen bei Prophylaxe und sogar Therapie von Krebs einen Namen verschafft hat, würde, ganz im Gegenteil dazu, bei Rauchern sogar Lungenkrebs fördern!

Was ist wahr und wie ist der Sachverhalt tatsächlich zu werten?

In zwei Studien, die in den 90er Jahren über mehrere Jahre hinweg durchgeführt wurden, hat Beta-Carotin das Lungenkrebsrisiko erhöht, statt wie erhofft zu senken.

Die Kritik an der Kritik:

Während diese wahrhaftig negativen Studienergebnisse zahlreich von den Medien geschluckt wurden und die Bevölkerung erfahren sollte, dass das „hochgelobte“ Beta-Carotin alles andere als gesund sei, wurden die wichtigsten 2 Eckdaten, die zu den negativen Studienergebnissen geführt haben, fast ausnahmslos verschwiegen:

  1. bei den Testprobanden handelte es sich ausnahmslos um starke Raucher!
  2. die Einnahme des Beta-Carotins erfolgte in sehr hoher Dosierung, die dem 10-15 Fachen der üblichen Tagesempfehlung entsprach!

Fazit:

Beta-Carotin ist ausschließlich bei starken Rauchern und dabei nur in sehr hohen Dosierungen zu hinterfragen, und kann unter diesen beiden Voraussetzungen das Risiko erhöhen, an Lungenkrebs zu erkranken!

Laut Prof. Biesalski von der Universität Hohenheim, liegt das Risiko selbstverständlich nicht beim Beta-Carotin selbst, sondern schlicht und einfach beim Rauchen – und selbst für starke Raucher sei die Beta-Carotin-Einnahme in moderaten Dosen bis zu 10mg täglich unbedenklich.

Oder um diese kontroverse Debatte mit den Worten von Prof. Biesalski abzuschließen:

„Wir müssen uns nicht vor ZUVIEL Beta-Carotin schützen, sondern vielmehr vor ZUWENIG! Beta-Carotin aus Lebensmitteln, angereicherten Säften oder angemessen dosierten Supplementen können wir als sicher ansehen!“

Zusammenfassung der Wirkung von Beta-Carotin

  • als Antioxidans bindet das kettenbrechende Beta-Carotin aggressive Peroxy-Radikale
  • Beta-Carotin fängt den Singulett-Sauerstoff ab und entschärft diesen
  • Beta-Carotin schützt zuverlässig vor UV-Strahlen und den hieraus entstehenden Zellschäden bis hin zu Hautkrebs
  • Beta-Karotin wirkt der zerstörerischen Lipidperoxidation entgegen, die uns altern lässt
  • Beta-Carotin stärkt das Immunsystem über die Aktivierung der T- und B-Zellen
  • Beta-Carotin reiht sich in die Gruppe wichtiger Antioxidantien ein, unterstützt diese bei ihrer Arbeit gegen schädigende freie Radikale, die als Hauptauslöser für die meisten Erkrankungen und biologische Alterung gelten
  • Beta-Carotin greift in den Fettstoffwechsel ein und reguliert diesen, eine Tatsache, die besonders für Übergewichtige von großem Interesse sein sollte

Wirkung von Beta-Carotin als Antioxidans

Oxidation ist ein zerstörerischer Prozess, den wir vom Rosten beim Eisen oder aber Ranzig werden von Fetten alle bestens kennen. Einen ähnlich zerstörerischen Schaden richten freie Radikale in unserem Körper an, wenn wir uns nicht dagegen schützen.

Neben Antioxidantien wie Vitamin C, OPC, Q10, Vitamin E, Alpha-Liponsäure, Selen u.a. spielt Beta-Carotin eine zentrale Rolle als effizientes Antioxidans und wird auch aus diesem Grunde zur Erhöhung der Haltbarkeit der Butter und Margarine beigemischt.

Innerhalb dieser wichtigen Funktion neutralisiert Beta-Carotin die angreifenden freien Radikale und schützt unsere Körperzellen vor Schäden, die zur vorzeitigen Alterung sowie vielen Krankheiten führen. Dieser zerstörerische Prozess ist durchaus vergleichbar mit Ranzig werden der Fette oder Rosten von Eisen!

Wirkung von Beta-Carotin als Fänger des Singulett-Sauerstoffes

Singulett-Sauerstoff entsteht z.B. unter der Einwirkung von Mikrowellen oder ultraviolettem Licht unter der Haut, wie wir es bei Sonneneinstrahlung erleben. Unter der Entstehung von schädlichen Peroxiden und Hydroperoxiden reagiert der Singulett-Sauerstoff mit vielen organischen Verbindungen, löst ganze Kettenreaktionen an Angriffen freier Radikale aus und kann dabei einen immensen Schaden im Körper anrichten.

Beta-Carotin besitzt die außerordentliche Gabe, diesen Singulett-Sauerstoff abzufangen und zu entschärfen, in dem es die Energie des Singulett-Sauerstoffs aufnimmt und als Wärme wieder abgibt – ein Vorgang, der auch als „quenchen“ (=löschen) bezeichnet wird.

Wirkung von Beta-Karotin auf das Immunsystem

In zahlreichen Studien untermauert Beta-Carotin seine Wirkung als Immunstimulator. In dieser Funktion aktiviert Beta-Karotin das Immunsystem über mehrere Mechanismen:

  • Beta-Carotin aktiviert die T-Lymphozyten und Killerzellen
  • Betacarotin fördert das Wachstum von B- und T-Lymphozyten
  • es stärkt zusätzlich die Zytotoxizität von Makrophagen

Wirkung von Beta-Carotin bei Krankheiten und Missständen

In seiner Funktion als höchst potentes Antioxidans, letztendlich also Beschützer unserer Zellen, nimmt Beta-Carotin positiv Einfluss auf unendlich viele Erkrankungen, die man an dieser Stelle alle unmöglich auflisten kann.

Bei den folgenden Krankheiten und Missständen hat sich Beta-Carotin besonders hervorgetan:

  • Herzerkrankungen
  • Arteriosklerose
  • Gedächtnisverlust
  • Krebs (besonders Krebsformen der Atem- und Verdauungsorgange)
  • Strahlenschutz der Haut
  • Schutz der Augen (gegen Macula-Degeneration)
  • Schutz gegen Darmpolypen
  • Regulierung des Fettstoffwechsels
  • Schleimhautschutz
  • Wundheilung

Schutzwirkung von Beta-Carotin gegen Herzinfarkt

Entsprechend einer Studie an 4800 Niederländern der Erasmus Universität in Rotterdam, reduziert eine erhöhte Zufuhr von Beta-Carotin das Risiko eines Herzinfarktes um unglaubliche 45%!

Schutzwirkung von Beta-Carotin vor Arteriosklerose

Arteriosklerose, volkstümlich auch als „Arterienverkalkung“ bezeichnet, stellt den häufigsten Grund für Herzkreislauferkrankungen dar. Beta-Carotin in einer Dosis von 15-25 mg täglich kann der Arteriosklerose und damit Folgeerkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall, koronaren Herzkrankheiten sowie Durchblutungsstörungen der Beine schützend entgegenwirken.

Wirkung von Beta-Carotin gegen Krebs

Sowohl präventiv als auch therapiebegleitend hat sich Beta-Carotin im Fall von Krebs seit Jahren bewährt und gehört bei sehr vielen alternativen Krebstherapien (ähnlich wie der Lapacho-Tee bei Indianervölkern) mittlerweile wie selbstverständlich dazu.

Zahlreiche Studien konnten untermauern, dass Menschen, die einen hohen Beta-Carotinspiegel im Blut aufweisen, seltener an Krebs erkranken. Dies sollte man unbedingt mit bitteren Aprikosenkernen unterstützen.

Zu den größten Verfechtern von Beta-Carotin im Kampf gegen Krebs gehörte seinerzeit der mittlerweile verstorbene Dr. Nieper, der sich einen Namen geschaffen hat als unermüdlicher Verfechter der Naturheilmedizin bei Erkrankungen wie Krebs oder MS und dabei sehr erfolgreich war. Neben dem normalen Bürger, gehörten sowohl Hollywood-Größen als auch Adelige zu seinen Patienten.

Dr. Nieper gehörte als Pionier auf diesem Gebiet zu den ersten komplementären Onkologen, die erkannten, dass das Beta-Carotin über die Aktivierung der T-Zellen („natürlichen Killer-Zellen“) sowie der Thymusdrüse, äußerst erfolgreich das Immunsystem stimuliert und für den Kampf gegen Krebs prädestiniert ist. Er verordnete seinen Krebspatienten hochdosiertes Beta-Carotin und hatte in Verbindung mit anderen Naturheilmitteln überdurchschnittlich hohe Heilungsraten erzielt.

Besonders bei bestimmten Krebsarten scheint Beta-Carotin sehr hilfreich, hierzu zählt Hautkrebs, Gebärmutterhalskrebs, Lungenkrebs, Mundkrebs, Magenkrebs, Speiseröhrenkrebs sowie Hals-Nasen-Rachenraumkrebs.

So berichtet die „Ärzte Zeitung“ in ihrer Ausgabe vom 22.08.2000, dass das Beta-Carotin das Risiko mindere, an Lungen- Speiseröhren- und Magenkrebs zu erkranken, besonders im Frühstadium der Erkrankung. Auch im Falle von Krebs funktioniert das Beta-Karotin über mehrere Mechanismen.

Beta-Carotin:

  • stimuliert das Immunsystem
  • inaktiviert zellschädigende Substanzen
  • kontrolliert Zellwachstum und Zellvermehrung
  • hemmt die Mutation von Prokanzerogenen in Kanzerogene

Wirkung von Beta-Carotin gegen Mundkrebs

Für sich allein sowie in Verbindung mit Vitamin E konnte Beta-Carotin in mehreren Studien zur Rückbildung entarteter Schädigung führen.

Betacarotin schützt vor Darmpolypen und Darmkrebs

Innerhalb der als „Antioxidant Polyp Prevention Study“ bezeichneten Studie an 864 Personen, senkte Beta-Carotin das Risiko wiederholt an Darmpolypen zu erkranken um 44%. Dieser Vorbeugung wird gleichzeitig die Prävention von Darmkrebs zugeschrieben.

Wirkung von Beta-Carotin bei Hautkrebs

Die Wirkung von Beta-Carotin gegen Hautkrebs ist hinreichend erwiesen, so wird inzwischen zur Vorbeugung von Hautkrebs empfohlen, eine Dosis von 15mg-30mg /Tag 4-6 Wochen vor dem Sonnenurlaub einzunehmen.

Wirkung von Beta-Carotin bei Magenkrebs

In der 5 jährigen Linxian-Studie von 1993 an 30 000 Chinesen, hat man den Probanden (Nichtrauchern!) Betacarotin in Kombination mit Vitamine E und Selen verabreicht. Die Sterblichkeitsquote konnte damit um 9% gesenkt werden, Krebstodesfälle wurden um 13% gesenkt, besonders bei Magenkrebs wurden mit 21% weniger Todesfälle signifikante Erfolge erzielt.

Wirkung von Beta-Carotin auf die Augen

Beta-Carotin hat sich bei zahlreichen Störungen der Augenfunktion bestens bewährt:

Wirkung von Beta-Carotin als Schutz der Augen vor Macula-Degeneration

Eine Studie an 356 Probanden konnte unmissverständlich dem Beta-Carotin einen bedeutenden Schutzfaktor gegen altersbedingte Macula-Degeneration bescheinigen.

Wirkung von Beta-Carotin bei zu trockener Bindehaut

Beta-Carotin, bzw. das hieraus umgewandelte Vitamin A, erweist sich als sehr hilfreich bei zu trockener Bindehaut, wie sie beispielsweise aufgrund einer Reizung durch Kontaktlinsen zustande kommt. Hier kann Beta-Carotin (am effektivsten in Verbindung mit Omega-3-Fettsäuren) die ansonsten notwendigen Augentropfen ersetzen.

Wirkung von Betakarotin bei Nachtblindheit

Beta-Carotin (oder auch Vitamin A) kann Störungen des Nacht- und Dämmerungssehens günstig beeinflussen.

Beta-Carotin wichtig für gesunde Haut und Augen

Beta-Carotin ist für die Funktionsfähigkeit einer gesunden Haut und Augen (Betakarotin ist ein Bestandteil des Sehpigments!) von herausragender Bedeutung. Wird mehr Beta-Carotin zugeführt, als für die Vitamin A-Produktion vonnöten, wird das Betacarotin in den Zellen der Oberhaut abgelagert, wo es weiteren positiven Einfluss auf die Gesundheit und Schutz unserer Haut nimmt.

Beta-Carotin-Wirkung als Schleimhautschutz

Da Beta-Carotin u.a. auch den Feuchtigkeitshaushalt beeinflusst, verfügt über ausgeprägten Schleimhautschutz und kann in diesem Zuge bei Erkrankungen der Bronchen, des Magen-Darm-Traktes und allerlei Allergien sehr hilfreich sein.

Beta-Carotin beschleunigt die Wundheilung und lindert Verbrennungen

Beta-Carotin nimmt außerdem Einfluss auf den Zellstoffwechsel der Haut und beschleunigt auf diese Weise die Wundheilung und lindert Verbrennungen.

Wirkung von Beta-Carotin auf den Fettstoffwechsel

Wie eine spanische Studie nachweisen konnte, nimmt offenbar Vitamin A (Beta-Carotin ist der Vorläufer davon) nicht nur einen signifikanten Einfluss auf den Protein- sondern ebenfalls auf unseren Fettstoffwechsel und damit unseren Körperfettanteil. Wurde zu wenig Vitamin A verabreicht, hatte dies eine Zunahme des Fettgewebes zufolge, reichhaltige Zufuhr von Vitamin A ließ die Pfunde wiederum schmelzen.

UV-Schutz mit Beta Carotin

Die negative Entwicklung der schwindenden Ozonschicht ist alarmierend. Laut der Weltwetterorganisation (WMO), ist die Zerstörung der Ozonschicht über der Arktis noch nie in diesem Ausmaß beobachtet worden und ging im Laufe des Winters gar um weitere 40 Prozent zurück.

Längst ist davon aber nicht nur die Arktis oder Australien betroffen, sondern vielmehr auch Europa, damit direkt wir! So raten die Ärzte bereits dazu, im April Sonnenschutz aufzutragen, da die UV-Bestrahlung sei zu vergleichen mit der vom Hochsommer, entsprechend sollte man sich schützen!

Exakt an dieser Stelle spielt Beta-Carotin seine Wirkungsweise als natürlicher UV-Schutz meisterlich aus. Hier wirkt Beta-Carotin multifaktoriell:

  • Beta-Carotin absorbiert UV-Strahlen und schützt vor der durch Photooxidation ausgelösten Zellzerstörung
  • Beta-Carotin unterbindet in den Hautzellen die Bildung von Singulett-Sauerstoff und anderen energetischen Substanzen
  • Beta-Carotin kann bis zu einem gewissen Grad bereits entstandene Prozesse revidieren

In verschiedenen Studien (siehe auch „Beta-Carotin Studien) konnte Beta-Karotin eindrucksvoll unter Beweis stellen, dass es die Haut vor Sonnenbrand zuverlässig schützen kann.

Innerhalb der „Berlin-Eilath-Studie“ um Professor Gollnick und seine Mitarbeiter, hat man Urlauber vor ihrer Abreise in zwei Gruppen eingeteilt. Während die eine Gruppe lediglich ein Scheinmedikament erhielt (s.g. Placebo), nahm die andere Gruppe bereits 10 Wochen vor ihrer Abreise 30mg Beta-Carotin.

Im Verlauf der Studie haben die Teilnehmer an einer bestimmten Stelle ihre Haut nicht eingecremt. Zusätzlich nahmen beide Gruppen keine weiteren Beta-Carotin haltigen Nahrungsmittel zu sich, um das Studienergebnis keineswegs zu verfälschen.

Nach zwei Wochen stand eindeutig fest, dass die Gruppe, die Beta-Carotin zu sich nahm, erheblich weniger Hautröte davongetragen hat als die Vergleichsgruppe. Das Ergebnis wurde wissenschaftlich gesichert über spezielle dermatologische Testverfahren mittels eines Chronameters.

Prof. Helmut Sies, vom Universitätsklinikum Düsseldorf, bekräftigt dieses mit der Stellungnahme, der photo-oxidative Stress könne durch Beta-Carotin neutralisiert werden.

Das Fazit der Experten:

Der Äußerliche UV-Schutz in Form von Sonnenschutzcremes reicht schon lange nicht mehr aus. Vielmehr sollte man dual vorgehen und sowohl von Innen (mit Hilfe der Beta-Carotin-Einnahme), als auch von außen mit Sonnenschutzcreme vorbeugen!

Einnahmeempfehlung Beta-Carotin als UV-Schutz:

Entsprechend der Studie empfiehlt sich, mehrere Wochen (am besten 4 Wochen) vor dem Urlaubsantritt 30mg Beta-Karotin einzunehmen, um einen entsprechenden Plasmaspiegel im Körper aufzubauen und bestens geschützt den Urlaub antreten zu können.

Einnahmeempfehlung von Beta-Carotin

Während sich die Deutsche Gesellschaft für Ernährung diesbezüglich in Schweigen hüllt und keine gesonderte Empfehlung für Beta-Carotin gibt, werden in den Niederlanden beispielsweise 2,4mg Beta-Carotin pro Tag empfohlen, in den USA empfiehlt das National Cancer Institute (NCI) 6mg am Tag. Die meisten Vitaminforscher, so Prof. Diplock, empfehlen eine tägliche Menge an Carotinoiden von 15mg täglich oder aber zumindest 20-30mg Beta-Carotin jeden zweiten Tag an.

Die präventive Wirkung von Beta-Carotin setzt nach Prof. Biesalski am besten ein bei Plasmaspiegeln von 0,5 u mol/l oder höher.

Um einen Wert von 0,5 u mol/l zu erzielen, ist dabei eine tägliche Aufnahme von 2 bis 5mg Beta-Carotin von Nöten.

Beta-Carotin Mangel

Ein Beta-Carotin-Mangel ist eher selten, dafür aber stellt der Mangel von Vitamin A den häufigsten Vitaminmangel weltweit dar. Da Beta-Carotin als Vorläufer für Vitamin A (Retinol) gilt, ist der Vitamin A-Mangel gleich zu setzen mit Beta-Carotin-Mangel.

Symptome des Vitamin-A-Mangels (beruhend auf Beta-Carotin-Mangel)

Zu den Symptomen eines Vitamin-A-Mangels / Beta-Carotinmangels zählt:

  • Wachstumsstörungen
  • Infektanfälligkeit
  • Trockene Haut
  • Akne
  • Sehschwäche
  • Nachtblindheit
  • Katerakt
  • Störung der Sinnesempfindung (hören, riechen, schmecken)
  • Höheres Krebsrisiko besonders für Brustkrebs, Prostatakrebs, Lungenkrebs, Uteruskrebs, Kolonkarzinom
  • Evtl. höheres Risiko für Herzkreislauferkrankungen

Um den Beta-Carotin-Spiegel im Körper zu messen, bedient man sich der Hochdruckflüssigkeit-Chromatographie, der s.g. HPLC. Laut Prof. Dr. H.K. Biesalski liegt der mittlere Beta-Carotin-Plasmaspiegel bei 0,3 bis 0,6 u mol/l. Es handelt sich dabei um einen Wert, der saisonalen Schwankungen unterliegt und die Einnahme anderer Naturmittel, wie z.B. Grüner Tee, kann dieses nur bedingt kompensieren.

In welchen Mengen der Beta-Karotin-Einnahme wird dieser Wert erreicht?

Um einen Wert von 0,5 u mol/l zu erzielen, ist eine tägliche Aufnahme von 2 bis 5mg Beta-Carotin nötig.

In der Praxis zeigt es sich alles andere als einfach, diese Mengen mit Hilfe der natürlichen Nahrung zu erreichen, denn ausgehend von 75kg Gemüse und 85kg Obst, die der Deutsche im Jahresdurchschnitt aufnimmt, kommt man auf allenfalls 1mg Beta-Carotin aufgrund der Gemüseaufnahme und 0,5mg in Form des gegessenen Obst.

Zusätzlich gilt es Vitaminverluste durch lange Lagerung und langen Transport, Wachstumsförderer, Zubereitung der Nahrung u.a. mit einzurechnen, was die Beta-Carotin-Aufnahme weiterhin schmälert. So nimmt der durchschnittliche Bundesbürger tatsächlich lediglich 0,8mg Beta-Carotin täglich zu sich.

Laut Prof. Biesalksi kann man davon ausgehen, dass Plasmawerte unter 0,3 u mol/l als Beta-Carotin-Defizit (Beta-Carotin-Mangel) anzusehen sind. Die präventive Wirkung von Beta-Carotin setzt am besten ein bei Plasmaspiegeln von 0,5 u mol/l oder höher ein, so Prof. Biesalski.

Obwohl damit feststeht, dass weitaus der größte Bevölkerungsanteil unter Beta-Carotin-Mangel leidet, gibt es bestimmte Personengruppen, die davon besonders bedroht sind:

Risikogruppen, bei denen Beta-Karotin-Mangel häufig auftritt

Die folgenden Personengruppen weisen besonders häufig einen Beta-Carotin-Mangel auf:

  • Schwangere und Stillende
  • Raucher
  • Alkoholkonsumenten
  • Personengruppen, bei denen die Fettresorption gestört ist
  • Rheumatiker
  • Patienten mit Leberzirrhose

Überdosierung von Beta-Carotin

Selbst eine hohe Zufuhr von Beta-Carotin kann nicht zur Überversorgung führen, da der Körper, wie bereits beschrieben, nur so viel Beta-Carotin in Vitamin A umwandelt, wie er grad benötigt.

Den Rest lagert er in der Haut ab. Die einzige Nebenwirkung, die aufgrund von höheren Mengen natürlichen Beta-Karotins auftreten kann, ist also optischer Natur. Es handelt sich um eine Gelbfärbung an Handflächen und Fußsohlen, die wir von Babies unter der Bezeichnung „Karottengesicht“ kennen.

Diese resultiert aus einer Einnahme von mehr als 20mg Beta-Carotin täglich, die sich unter der Haut ansammelt und zu der völlig harmlosen s.g. „Hypercarotinämie“ führt. Setzt man das Beta-Carotin ab oder aber dosiert es niedriger, verschwindet die Hypercarotinämie ganz von allein.

Naturheilärzte und Heilpraktiker verordnen übrigens bei bestimmten Erkrankungen 180mg Beta-Carotin und mehr, ohne dass es je zu nennenswerten Nebenwirkungen gekommen wäre.

Quelle: www.beta-carotine.com/

« Zurück zum Index