Glucosamin

Glucosamin ist ein körpereigener Stoff, der im Organismus aus Blutzucker (Glucose) gebildet wird und Bestandteil unserer Zellen ist. Es spielt eine entscheidende Rolle bei der Synthese von Bindegewebe und ist notwendig für die Beweglichkeit der Gelenke.

Normalerweise stellt der Körper genügend Glucosamin her, um die Gelenke funktionsfähig zu halten und kleine Schäden zu reparieren. Mit zunehmendem Alter nimmt die körpereigene Glucosamin-Produktion allerdings ab. Das Gelenk „trocknet“ buchstäblich aus, die Knorpelmasse wird schlecht ernährt sowie ungleichmäßig aufgebaut und kleine Verletzungen heilen nicht mehr von selbst.

Durch die tägliche Ernährung lässt sich dieses Manko leider nicht ausgleichen, da Glucosamin nur in Schalentieren in ausreichender Menge vorhanden ist. Das Bindegewebe in unserem Körper ist eigentlich ein kompliziertes Netzwerk, das hauptsächlich aus Knorpelmasse, Sehnen und Bändern besteht. Ihnen ist gemeinsam, dass sie Kollagen und Proteoglycane enthalten.

Kollagen macht etwa die Hälfte des Körperproteins aus. Proteoglycane (abgekürzt PGs) sind langkettige, komplexe Zuckermoleküle, die die Zwischenräume ausfüllen für die das Kollagen sozusagen den Stützrahmen bildet. Kollagen und PGs geben dem Bindegewebe gemeinsam seine Geschmeidigkeit, Spannkraft, Elastizität und Widerstandsfähigkeit.

Wird unser Bindegewebe verletzt, kann es zu einem Verlust von PGs kommen. Dies tritt auch als Folge des natürlichen Alterungsprozesses ein und kann unangenehme Folgen haben. Das stützende Kollagen wird geschwächt und entzündungsanfällig, die Heildauer verlängert sich erheblich und womöglich tritt am Ende sogar Osteoarthritis auf, die gefürchtete Störung, die einen Großteil der Bevölkerung befällt, vor allem ältere Frauen.

Studien zeigen, dass für das Auftreten von Osteoarthritis ein „veränderter“ Glucosamin-Stoffwechsel mitverursachend sein kann. Glucosamin ist eine Substanz, die in unserem Blutzucker gebildet wird und als Zellbestandteil dabei hilft, dass unser Organismus Proteoglycane bildet, die in der Lage sind, Bindegewebe zu „reparieren“ und zu erneuern.

Die Glucosamin-Forschung geht schon über einige Jahre, aber erst seit Glucosamin in Form von Hydrochlorid (HCI) eingesetzt wird (früher wurden vor allem Sulfat Formen verwendet) ergeben sich durch die verbesserte Absorption wesentlich verbesserte Resultate hinsichtlich der Regeneration des Bindegewebes.

Wie nimmt man Glucosamin ein und wann ist mit der ersten Wirkung bei Glucosamin und Chondroitin zu rechnen?

Da es sich um keine Chemiekeulen handelt, ist bei Naturprodukten grundsätzlich etwas Geduld die oberste Voraussetzung für stetigen Erfolg! Bei leichter bis mittelschwerer Gonarthrose (Kniegelenksarthrose) beispielsweise wurde in Studien bereits schon nach 4wöchiger Behandlungsdauer eine Wirksamkeit verzeichnet, die mit Medikamenten (nichtsteroidale Antirheumatika) vergleichbar ist, allerdings bei deutlich besserer Verträglichkeit.

4-8 Wochen ist der üblicherweise beschriebene Zeitraum, der für Besserung der Symptome im Allgemeinen angegeben wird, man sollte aber ca. 3 Monate ohne Pause den Mitteln eine Chance geben, damit diese ihre volle Wirkung entfalten können.

Dosierung von Glucosamin und Chondroitin

Die übliche Tagesdosis bei Glucosamin liegt bei bis zu 1500 mg, verabreicht als Einzeldosis oder verteilt auf drei Dosen zu je 500 mg, mit den Mahlzeiten und ausreichend Wasser. Die Einnahme von Chondroitin sollte bei ca. 700-1200mg/Tag betragen.

Prof.Dr.med. R. Jakob rät außerdem dazu, Glucosamin mind. 6-12 Monate zu nehmen, bevor man den Erfolg selbst beurteilt, da sich der Knorpel von seinem Stoffwechsel her sehr langsam umbaut. Des Weiteren lohnt eine „großzügige“ Ergänzung, da jegliche gelenkserhaltende, knorpelregenerierende Therapie auf die Zufuhr der Bausteine zur Synthese der Makromoleküle in Form eines Nahrungszusatzes angewiesen sei.

Quelle: http://www.naturheilkunde-lexikon.eu/lexikon-naturheilkunde/lexikon-g/glukosamin/

Quelle: http://www.chondroitin-glucosamin.net/einnahmeschema.html

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