Hirtentäschel

Das Hirtentäschel wächst dünn und unscheinbar an Wegrändern und wird kaum wahrgenommen, weil es so kleine Blätter hat. Wenn man es kennt, erkennt man es an seinen kleinen dreieckigen Täschchen.

Die bekannteste Heilwirkung ist die blutstillende Wirkung des Hirtentäschels. Daher wird nach Geburten auch gern Hirtentäscheltee getrunken, um die Nachblutungen zu minimieren. Auch gegen zu starke Regelblutungen kann man Hirtentäschel erfolgreich einsetzen.

Außer diesen bekannten Wirkungen hilft das Hirtentäschel jedoch gegen ein breites Spektrum von gesundheitlichen Beschwerden. Beispielsweise reguliert es den Blutdruck, fördert die Verdauung und heilt Ekzeme.

Die häufigste Anwendung des Hirtentäschels ist ein Tee (Aufguss) aus dem blühenden Kraut.

Blutungen

Innerlich wird es vorwiegend gegen Blutungen eingesetzt, beispielsweise gegen zu starke Menstruationsblutungen, Magenbluten, Nierenblutungen. Die blutstillende Wirkung wird durch ein Zusammenziehen und Abdichten der Gefäße erreicht. Bei inneren Blutungen sollte man natürlich in erster Linie den Arzt aufsuchen und darf Hirtentäscheltee höchstens therapiebegleitend anwenden!

Daher wird der Haupteinsatzzweck im Alltag bei zu starken Regelblutungen liegen, denn diese sind aus ärztlicher Sicht in den meisten Fällen eher “normal” als beispielsweise Magenbluten. Gegen Nasenbluten kann man Hirtentäscheltee schnupfen.

Gebärmutter-Wirksamkeit

Da das Hirtentäschelkraut die Muskeln der Gebärmutter zur Zusammenziehung anregt, wirkt Hirtentäscheltee wehenfördernd und menstruationsfördernd.

Das ist im Rahmen der Geburt meistens eine erwünschte Wirkung und kann helfen, dass die Geburt schneller von statten geht.

In der frühen Schwangerschaft ist diese Wirkung jedoch unerwünscht, weil sie zu Fehlgeburten führen kann.

Achtung! Hirtentäschelkraut nicht in der Schwangerschaft anwenden! Erst wenn die Geburt ansteht, darf Hirtentäschelkraut verwendet werden, weil Hirtentäschel Wehen fördern kann!

Auf die Menstruation hat das Hirtentäschelkraut eine doppelte Wirkung, die sich scheinbar widerspricht. Die Menstruation wird gefördert und ausgelöst, wenn sie jedoch zu stark ist, wird die Blutung gestillt.

Kreislaufwirkung

Das Hirtentäschelkraut hat die wundersame Eigenschaft, den Blutdruck regulieren zu können.

Hoher Blutdruck wird also gesenkt und niedriger Blutdruck verstärkt. Diese Wirkungsweise hängt mit der Wirkung auf das Blutgefäß-System zusammen.

Auch gegen Arteriosklerose kann das Hirtentäschelkraut helfen. Das Zusammenziehen der Blutgefäße wirkt auch gegen Krampfadern und Hämorrhoiden.

Verdauungsschwäche

So wie das Hirtentäschelkraut die Gebärmutter und die Blutgefäße anregt, aktiviert es auch die Darmmuskulatur, was gegen Verstopfung helfen kann. Auch der Magen wird gestärkt, was ihm bei der Verdauung hilft.

Durch seine Stoffwechsel fördernde Wirkung hilft das Hirtentäschel auch gegen Rheuma und beim Abnehmen.

Entzündungshemmend

Dank der entzündungshemmenden Wirkung des Hirtentäschels kann man es auch bei Erkältungen und Infektionen der Atemwege einsetzen.

Zusätzlich wirkt es noch blutreinigend, was eine gute Kombination gegen Rheuma und Gicht ergibt.

Quelle: http://www.heilkraeuter.de/lexikon/hirtenta.htm

« Zurück zum Index