Jod, Jodavit, Kelp

„Jodavit“ die oral verabreichte Lösung (Konzentration vom biologisch aktiven Jod in der Lösung 30 mg/l) – Jod trägt zur ordnungsgemäßen Aufrechterhaltung vom energetischen Metabolismus bei, sorgt für eine gesunde Haut, eine richtige Bildung der Schilddrüsenhormone und ein ordnungsgemäßes Funktionieren der Schilddrüse. Weitere Informationen finden Sie auch im neuen Buch von Robert Franz: “Mein Jodbuch”.

“Jod ist der Stoff, der die Lebensflamme entfacht und in Gang hält. Mit Hilfe unserer Schilddrüse, in der sich das Jod manifestiert, kann es diese Flamme entweder dämpfen oder zu einem zügellosen Brand entfachen” (Scholz, 1990)

Jod ist ein Element, das in der Natur kaum in reiner Form vorkommt, sondern meist als Salz oder in Verbindungen. Die anorganischen Jodsalze kommen am häufigsten als Natriumiodat oder Natriumperiodat vor, die organischen Verbindungen in Meeresalgen, Tang oder Schwämmen.

Aus diesen Rohstoffen kann reines Jod gewonnen werden, es ist bei Raumtemperatur fest, glänzend anthrazitfarben und schuppig. Joddampf ist violett, er gab dem Element auch seinen Namen abgeleitet vom altgriechischen Wort für veilchenfarbig („ioeides“ ιώο-ειδης).

Jod ist ein Bestandteil der Schilddrüsenhormone Triidothyronin T3 und Tetraiodthyronin T4, die eine wichtige Rolle in der Embryonalentwicklung, im Energiestoffwechsel, der Regelung von Gewebe- und Zellwachstum und der Zellteilung spielen. Die Hälfte des im Körper enthaltenen Jods finden sich in der Schilddrüse, ein Viertel in den Muskeln und der Rest in Haut, Blut und den anderen Bestandteilen des Körpers.

Der tägliche Jodbedarf liegt bei 150-300 µg. Mit etwa 5 g jodiertem Speisesalz beim täglichen Kochen werden dem Organismus 80 µg Jod zugeführt. Weitere Jodquellen sind in Meeresfisch, Schalentieren, Algen, Kiwi, Ruccola, Weichselsaftkonzentraten und jodreichen Mineralwässern (Bad Haller Jodquelle: ca. 40mg/L) zu finden.

Viele Gebiete sind Jodmangelgebiete, auch der Bereich der Alpen. In Österreich wird seit 1923 Speisesalz jodiert, damit wurden die schwersten Folgen des Jodmangels drastisch reduziert.

Jodmangelzustände während der Schwangerschaft führen zur geistigen Minderbegabung des Kindes, zu Kretinismus, Zwergwuchs und Hörschädigungen. Vor allem Entwicklungsländer sind auch heute noch davon betroffen. Jodmangel kann bei Schulkindern Ursache von verringerter geistiger Leistungsfähigkeit sein.

Jodhaltige Mittel wie Meertangasche oder gerösteter Meerschwamm wurden bereits vor Kenntnis des Elements Jod zur Verhinderung der Kropfentstehung empfohlen. Die Bad Haller Jodquelle wurde als Kropfwasser verkauft und damit Kropfbrot gebacken. Das lebenswichtige Spurenelement Jod wurde erst 1811 zufällig bei der Herstellung von Kalksalpeter aus Meeresalgen entdeckt und bereits 1816 bewusst als Kropfmittel verwendet.

Wirkungen des Jods außerhalb der Schilddrüse

Das Anion Jodid ist ein sehr großes Molekül mit einer geringen Ladungsdichte, was dazu führt, dass es in wässriger Umgebung – im Gegensatz zu seinen Verwandten, den anderen Halogenen Fluorid, Chlorid und Bromid – Strukturen bricht und Hydrathüllen zerstört. Dadurch werden die Wassermoleküle beweglicher und können besser in Wechselwirkung mit anderen Molekülen treten. Das beeinflusst die Eigenschaften von Proteinen in wässrigen Medien. So zeigen Strukturproteine, wie z.B. Elastin im Bindegewebe, Quellung durch Einlagerung von Wassermolekülen. Diese Quellung wird durch Jodid verstärkt.

Ein anderer Wirkmechanismus des Jodids ist die Reaktion als Antioxidans. Es lässt sich relativ leicht oxidieren und fängt damit Oxidantien auch im Körper ab. Es reagiert z. B. sehr leicht mit freien Radikalen und ähnlichen Verbindungen.

Wegen seiner geringen Reaktivität wirkt das Jodradikal als Inhibitor bei radikalischen Reaktionen, das heißt die Reaktionen werden abgebrochen. So wirkt das Jod als Radikalfänger.

Wirkung

Jod wirkt antiseptisch (keimtötend gegen Bakterien Viren, Pilze) und wird als Tinktur, Salbe oder Zäpfchen angewandt.

Jod wirkt schleimlösend (Sekretolytikum) und wird bei der Behandlung von Atemwegserkrankungen eingesetzt.

Jod wirkt auch auf das Bindegewebe und lockert es auf (Quellung). Es hat einen Einfluss auf die Kollagensynthese (Unterstützung der Wundheilung), auf die Blutgefäße (Arteriosklerose) und Knorpel (Arthrosen) und auch auf die Augenmedien (z.B. Glaskörper, Hornhaut, Linse).

Am Auge wirkt Jod bei Glaskörpertrübungen, bei Trockenem Auge, bei beginnender Makuladegeneration und bei beginnendem Katarakt (Grauer Star).

Generell wirkt Jod als Radikalfänger und hemmt die Wirkung der freien Radikale im Körper die bei allen degenerativen Erkrankungen, speziell des fortgeschrittenen Alters (Arteriosklerose, Diabetes, Augen- und Gelenkserkrankungen etc.) eine Rolle spielen.

Die verschiedenen Wirkungen von Jodid und Jod im Körper sind noch nicht hinreichend erforscht, es gibt noch viele offene Fragen im Hinblick auf Wirkmechanismen, in welchen Formen Jod im Körper vorliegt, wie es transportiert wird und wie die Regelkreise wirken.

Quelle: http://www.paracelsus-badhall.at/de/wirkung-von-jod

YouTube Video von Robert Franz

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