Magnesium

Jeder Mensch braucht Magnesium. Ohne Magnesium läuft vieles nicht so, wie es sollte.

Eine Wohltat für die Gesundheit

Magnesium entspannt, Magnesium wirkt entzündungshemmend, Magnesium hilft bei Diabetes, Magnesium ist an der körpereigenen Eiweißproduktion und damit am Muskelaufbau beteiligt, Magnesium erhöht die Leistungsfähigkeit und Magnesium lockert die Sportlermuskulatur,….

Magnesiummangel: Ursachen und Folgen

Magnesiummangel betrifft viele Menschen. Offiziell wird behauptet, Magnesiummangel gäbe es so gut wie nie, was leider nicht zutrifft, da die heutige Ernährung eher magnesiumarm ist. Auch weiß man, dass bei vielen chronischen Erkrankungen ein Magnesiummangel beteiligt ist.

Was ist Magnesium und was ist ein Magnesium-mangel?

Magnesium ist ein essentieller Mineralstoff, der mit der Nahrung aufgenommen werden muss. Es handelt sich um den vierthäufigsten Mineralstoff im Körper des Menschen.

Ein latenter Magnesiummangel liegt bereits vor, wenn mit der Nahrung regelmäßig zu wenig Magnesium aufgenommen wird. Von einem klinischen Magnesiummangel spricht man, wenn das Blutbild zu niedrige Magnesiumwerte zeigt und bereits erste Symptome vorhanden sind.

Welche Aufgaben hat das Magnesium im Körper?

Im Körper geschieht fast nichts ohne Magnesium, denn Magnesium ist an mindestens 300 enzymatischen Reaktionen beteiligt, wirkt hier als sog. Co-Faktor, z. B. bei der Energiegewinnung in der Zelle, aber auch beim Aufbau der Erbsubstanz und körpereigener Proteine. Magnesium ist ferner für eine gesunde Muskelfunktion zuständig, für ein gesundes Nervensystem, einen gesunden Blutdruck, eine gesunde Herzfunktion und auch für einen ordnungsgemäßen Insulinstoffwechsel.

Ein Magnesiummangel wirkt sich daher äußerst negativ auf viele verschiedene Organe und Körper-funktionen aus. Er kann sich mit nur einem Symptom, aber auch mit mehreren Symptomen gleichzeitig äußern, während eine gesunde Magnesiumversorgung für die Prävention und Therapie vieler Krankheiten eine maßgebliche Rolle spielt.

Ist ein Magnesiummangel weit verbreitet?

Offiziell heißt es, Magnesiummangel gäbe es in den Industrieländern so gut wie gar nicht, da man sich mit einer gesunden und ausgewogenen Ernährung wunderbar mit Magnesium versorgen könne. Diese Erklärung ist natürlich haarsträubend, da sich ein Großteil der Bevölkerung weder gesund noch ausgewogen ernährt.

Dann wieder heißt es, gesunde Menschen sollten keinesfalls Nahrungsergänzungen (und so auch kein Magnesium) einnehmen, da diese überflüssig seien.

Prävention ist hier – wie so oft – ein Fremdwort. Denn man weiß aus Studien, dass niedrige Magnesiumspiegel mit den heute am geläufigsten Erkrankungen in Zusammenhang stehen, etwa mit Typ-2-Diabetes, dem metabolischen Syndrom, erhöhten Entzündungswerten (CRP, die auf Rheuma hindeuten können), Bluthochdruck, Arteriosklerose, Herz-Kreislauf-Beschwerden, Osteoporose, Migräne, Asthma, Alzheimer, ADHS und Darmkrebs – und es heutzutage ab einem bestimmten Alter kaum noch jemanden gibt, der nicht an mindestens einer der genannten Problematiken leidet.

In einer Studie von 2012 hieß es überdies, dass knapp die Hälfte der US-Bevölkerung zu wenig Magnesium zu sich nimmt. Stattdessen würden verstärkt calciumreiche und gleichzeitig magnesiumarme Lebensmittel konsumiert (Milchprodukte). Oft werden auch Calciumpräparate eingenommen, die das Calcium-Magnesium-Verhältnis weiter verschlechtern. Dieses sollte bei etwa 2 : 1 liegen.

In einer weiteren Studie wurden 1033 Krankenhauspatienten untersucht. Bei 54 Prozent wurde ein gravierender Magnesiummangel festgestellt und fast das Erschreckendste daran war: 90 Prozent der Ärzte hatten nicht einmal daran gedacht, überhaupt einen Magnesiumtest durchführen zu lassen.

Eine 2005 veröffentlichte Studie zeigte, dass zwei Drittel der Bürger es nicht schaffen, ihre empfohlene Tagesdosis an Magnesium zu sich zu nehmen, und 19 Prozent verzehren gar weniger als die Hälfte davon. Bei diesen Zahlen aber muss berücksichtigt werden, dass die Wissenschaftler vom offiziellen Magnesiumbedarf (300 bis 400 Milligramm) ausgehen, der möglicherweise in der heutigen Zeit viel höher sein könnte. Denn schon allein Stress und die allgegenwärtigen Umweltgifte könnten den Bedarf deutlich erhöhen.

Was sind die Ursachen von Magnesiummangel?

Pflanzen und Böden sind Magnesiumarm Heute sind unsere Böden noch erschöpfter und noch mineralstoffärmer als je zuvor. Natürlich werden in der industriellen Landwirtschaft Jahr für Jahr verschwenderische Mengen synthetischer Düngemittel verwendet, um den Böden immer höhere Ernten abzuringen.

Der Mineralstoffgehalt der Lebensmittel interessiert die Erzeuger dabei nicht im Geringsten. Schließlich kann kein Verbraucher seine Lebensmittel nach diesem Kriterium auswählen, da niemand einem Apfel oder einem Salat ansehen kann, wie viele Vitamine und Mineralstoffe er enthält.

Auch gibt es keinerlei Bestimmungen oder Gesetze, die einen Mindestgehalt an lebenswichtigen Mineralien in unseren Lebensmitteln fordern würden.

In einer Studie vom April 2016 las man: „Obwohl Magnesium einer der wichtigsten Nährstoffe darstellt, wurde seine Wichtigkeit in den letzten Jahrzehnten von Pflanzenfachleuten und Landwirten übersehen, die einen Magnesiummangel in Pflanzen nicht als ernstes Gesundheitsproblem betrachteten. Aktuelle Studien zeigen, dass der Magnesiumgehalt im Getreide im Laufe der Zeit deutlich abgenommen hat und dass zwei Drittel der Menschen in den Industrienationen weniger Magnesium zu sich nehmen, als erforderlich wäre.“

Magnesiummangel wird durch Kunstdünger begünstigt Kunstdünger bestehen in der Hauptsache aus Nitraten, Phosphaten und Kalisalzen. Gelegentlich werden auch Kalkpräparate (Calcium) ausgebracht. Als Ergebnis erhält man zwar üppige und optisch ansprechende Ernten. Doch sind diese Pflanzen arm an jenen Mineralien und Spurenelementen, die in diesen einseitigen Düngemitteln fehlen. An Magnesium zum Beispiel wird inzwischen zwar öfter, aber nicht immer gedacht.

Dazu kommt, dass jedes Jahr mindestens genauso viel Magnesium durch die Niederschläge ausgewaschen wird, wie von den Kulturpflanzen für Wachstum und Fruchtbildung verbraucht wird, wodurch der jährliche Magnesiumverlust im Boden verdoppelt wird.

Der Einsatz von Mineraldüngemitteln ignoriert oft nicht nur den Magnesiumbedarf unserer Böden und Lebensmittel, sondern führt zusätzlich zu einer Störung des fein abgestimmten natürlichen Mineralstoffgleichgewichtes der Böden und verhindert auf diese Weise eine gleichmäßige und gesunde Versorgung der Pflanze.

Kalium und Calcium beispielsweise, die reichlich in synthetischen Düngemitteln vorhanden sind, blockieren die Magnesiumaufnahme in die Pflanze. Selbst wenn ausreichend Magnesium im Boden vorhanden wäre, könnte die Pflanze es in Anwesenheit von Kunstdüngern nur unzureichend aufnehmen.

Magnesiummangel durch die Lebensmittelindustrie

In verarbeiteten Lebensmitteln ist die Magnesiummenge noch deutlich geringer als in frischen vollwertigen Lebensmitteln. Weißmehl enthält nur noch 20 bis 30 Prozent der Magnesiummenge von Vollkornmehl. Und in poliertem Reis ist lediglich ein Fünftel der Magnesiummenge von Vollkornreis enthalten.

Stärke, die regen Einsatz in verarbeiteter Nahrung findet (in Puddings, Kuchen, Keksen, Süßigkeiten, Fertigsuppen etc.) und aus Mais gewonnen wird, versorgt Sie mit sage und schreibe 3 Prozent jener Magnesiummenge, die noch im Maiskorn vorhanden war.

Haushaltszucker jedoch ist der König unter den “Magnesiumlosen”. Während seiner Herstellung aus der Zuckerrübe gehen 99 Prozent des lebenswichtigen Minerals verloren.

Durch Kochen und Braten geht Magnesium verloren Dazu addieren sich jetzt noch die Mineralstoffverluste bei der Zubereitung der Mahlzeiten. Der Verlust an Magnesium allein durch das Kochen im Privathaushalt kann bis zu 40 Prozent betragen.

Als unsere Hauptmagnesiumquellen gelten Vollkornprodukte und Hülsenfrüchte. Beides ist beim modernen Menschen nicht übermäßig beliebt. Kocht er dennoch einmal Vollkornnudeln oder Bohnen, dann schüttet er das Magnesium meist mit dem Kochwasser weg.

Fehlende Begleitstoffe verursachen Magnesium-mangel

Essen wir stattdessen Vollkornbrot, Vollkornreis oder Linsensuppe (um die Problematik “Kochwasser” zu umgehen), dann zerstören wir beim Kochprozess bis zu 60 Prozent des vorhandenen Vitamin B6 und teilweise über 70 Prozent des hitzeempfindlichen Vitamin B1.

Magnesium kann von unserem Organismus jedoch nur dann optimal aufgenommen werden, wenn diese beiden Vitamine zugegen sind. Genauso verhält es sich mit Vitamin E, Selen und Zink. Vitamin E aber nimmt mengenmäßig um bis zu 45 Prozent beim Braten und Grillen ab, zu 50 Prozent beim Kochen und bis zu 60 Prozent beim Einfrieren.

Was nun Selen betrifft, so ist seit langem bekannt, dass in Europa die Versorgungslage mit diesem Mineralstoff eher als kritisch zu bezeichnen ist. Im Vergleich zu den amerikanischen Böden seien jene in Europa höchst selenarm und entsprechend habe sich die tägliche Aufnahme von Selen seit den 70er Jahren um die Hälfte reduziert.

Die Lösung heißt hier: Bereiten Sie Ihre Mahlzeiten immer frisch zu, lagern Sie Salate und Gemüse nach Möglichkeit nicht länger als 1 bis 2 Tage und vermeiden Sie aufwändige Zubereitungsmethoden. Bevorzugen Sie Lebensmittel aus biologischer Erzeugung und erhöhen Sie den Rohkostanteil in Ihrer Ernährung.

Wenn Sie täglich einige Paranüsse essen, versorgen diese Sie mit wertvollem Selen, da die Nüsse zu den selenreichsten Lebensmitteln gehören.

Ist der Körper übersäuert, folgt ein Magnesium-mangel

Insbesondere industriell verarbeitete Fertigprodukte wie Fast Food, Käse, Wurst, Brot, Kekse, Süßigkeiten, Fertigsaucen, Dips, Soft Drinks etc. führen zu einer chronischen Übersäuerung der Gewebe und des Blutes.

Der Säureüberschuss wird vom Organismus u. a. mit basischen Mineralstoffen (Magnesium, Calcium, Kalium etc.) neutralisiert. Eine ungesunde Ernährung liefert also nicht nur wenig Magnesium, sie verbraucht auch noch aufgrund ihres hohen Säurepotentials mehr Magnesium als eine gesunde Ernährung.

Wir haben jetzt also nicht nur eine chronische Übersäuerung sondern häufig auch noch einen chronischen Magnesiummangel. Beide gemeinsam können zu abnehmenden Abwehrkräften, brüchigen Knochen, Zahnverfall, Gelenkerkrankungen, vorzeitiger Alterung etc. führen.

Magnesiummangel durch Magensäuremangel und Säureblocker

Aufgrund der weit verbreiteten ungesunden Ernährungs- und Lebensweise leiden viele Menschen an einem chronischen Magensäuremangel, der sich – so kurios sich das auch anhören mag – (auch) in Sodbrennen äußern kann.

Besonders ältere Menschen, aber auch Diabetiker, Asthmatiker, Rheumatiker oder Patienten mit Gallensteinen zeigen meist eine zu geringe Magensäureproduktion. Magnesium aber kann ohne Magensäure nicht in seine ionische und damit nützliche Form umgewandelt werden (genauso wenig andere Mineralstoffe).

Nicht viel besser ist jener Zustand, der im Magen entsteht, wenn sog. Antazida (Säureblocker) verwendet werden, also Mittel, die einen Magensäureüberschuss beheben sollen. Sie führen oft zu einer übermäßigen Reduzierung der Magensäure und damit wiederum zu Magnesiummangel.

Magnesiummangel kann durch Medikamente entstehen

Nicht nur Säureblocker fördern einen Magnesiummangel, viele andere Medikamente ebenso. Zu den bekanntesten Magnesium-Experten zählt Dr. Mildred Seelig, M.D. vom New York University Medical Center. In den 60er Jahren begann Dr. Seelig ihre Forscherkarriere in der Pharmaindustrie. Schon damals bemerkte sie, dass eine der häufigsten Nebenwirkungen von Medikamenten Magnesiummangel war.

Offenbar benötigt der Organismus für den Abbau der Arzneimittel große Mengen Mineralien, darunter hauptsächlich Magnesium. Manche Medikamente fördern auch die Magnesiumausscheidung über den Urin. außerdem gibt es Medikamente, die nur deshalb einen scheinbar positiven Effekt zeigen, weil sie die Ausschüttung von Magnesium aus den Depots des Körpers veranlassen und dadurch kurzfristig den Magnesiumspiegel im Blut erhöhen. Langfristig bringt das natürlich mehr Schaden als Nutzen, weil jetzt die Mineralstoffdepots geplündert sind.

Die folgenden Medikamente können zur Entstehung eines Magnesiummangels beitragen oder einen solchen auslösen:

  • Diuretika (sog. “Wassertabletten”, die oft auch gegen Bluthochdruck verschrieben werden)
  • Antiasthmatika aus der Gruppe der Bronchodilatatoren z. B. Theophyllin, das zur Behandlung von Asthma und chronischer Bronchitis eingesetzt wird
  • Antibabypillen
  • Insulin
  • Digitalispräparate (Herzglycoside) für die Behandlung von Herzkrankheiten
  • Antibiotika wie z. B. Tetracyline
  • Cortison
  • Abführmittel

Diese Medikamente sollten daher grundsätzlich (jedoch selbstverständlich nur in Absprache mit dem Arzt) in Verbindung mit Magnesium eingenommen werden (allerdings in einem zeitlichen Abstand von 2 bis 3 Stunden).

Das Calcium-Magnesium-Verhältnis ist wichtig für die Aufnahme

Die Aufnahme von Magnesium wird durch die Anwesenheit von übermäßigen Mengen Calcium blockiert. Das Calcium-Magnesium-Verhältnis sollte für eine gute Magnesiumabsorption 2:1 betragen.

Verschiebt sich das Verhältnis zugunsten von Calcium, kann das vorhandene Magnesium vom Organismus entsprechend weniger genutzt werden. Das Calcium-Magnesium-Verhältnis in der Milch liegt bei 10:1, in Emmentaler beispielsweise bei 30:1. Milchprodukte sollten bei Magnesiummangel daher besser nicht verzehrt werden oder nur, wenn der Calciumüberschuss anderweitig durch ausreichend Magnesium ausgeglichen werden kann.

Osteoporose-Patienten fahren aus diesem Grunde deutlich besser, wenn sie ihren Magnesiumspiegel erhöhen und gleichzeitig Milchprodukte meiden.

Magnesium beispielsweise ist für die Umwandlung von Vitamin D in Vitamin D3 zuständig. Vitamin D3 wird zur Calcium-Aufnahme aus dem Darm benötigt.

Laut Magnesium-Experte Professor Hans-Georg Classen von der Universität Stuttgart-Hohenheim ist das auch der Grund dafür, warum eine Nahrungsergänzung mit Magnesium die Osteoporose bei älteren Frauen stoppen kann.

Angesichts dieser Tatsachen ist es natürlich doppelt verwunderlich, dass es immer noch Therapeuten gibt, die auf eine reine Calciumsupplementierung oder auf milchreiche Ernährung bei Osteoporose schwören.

Eine gestörte Darmflora und Pilzbefall hemmen die Magnesiumaufnahme

Unter dem Einfluss von Antibiotika und einer kohlenhydrat- bzw. zuckerreichen Ernährung wird die Darmflora schwer geschädigt und Pilze (Candida albicans) gedeihen bestens. Mehr als 180 verschiedene Toxine werden von Darmpilzen produziert. Diese Toxine sowie die dadurch gestörte Darmschleimhaut hemmen die Aufnahme von Magnesium und anderen Mineralstoffen.

Schwarz- und Grüntee binden wertvolles Magnesium

Tannine in Schwarz- und Grüntee binden wertvolles Magnesium an sich und machen es somit wertlos für den Körper.

Kohlensäurehaltige Softdrinks begünstigen Magnesiummangel

Kohlensäurehaltige Getränke enthalten oft Phosphate, die sich mit Magnesium zu unlöslichen Komplexen verbinden. Das gebundene Magnesium steht daraufhin dem Körper nicht mehr zur Verfügung.

Stress sorgt für einen überdurchschnittlichen Magnesium-Verschleiß

Niedrige Magnesiumwerte aber führen wiederum zu einer sinkenden Stressresistenz. Ein Teufelskreis ohne Entkommen. Es sei denn, man erkennt die Ursache und tankt Magnesium.

Stress führt zum Ausstoß des Stresshormons Adrenalin. Bei unzureichender Magnesiumversorgung fällt jetzt gleichzeitig der Magnesiumspiegel. Fehlt Magnesium können sich weder die Blutgefäße noch die Muskeln entspannen.

Der Blutdruck steigt, der Herzmuskel verkrampft sich, das Herz pocht stärker und der Atem wird flach. Langfristig können sich jetzt auch Angstzustände und Panikattacken entwickeln.

Wie kann man einen Magnesiummangel erkennen?

Da Magnesium an zahllosen Körperfunktionen und Stoffwechselprozessen beteiligt ist, kann ein Mangel ebenso zahllose Symptome auslösen. Diese Symptome werden selten mit einem chronischen Magnesiummangel in Verbindung gebracht. Die bekannteste Magnesiummangelerscheinung sind natürlich die Muskelkrämpfe (Wadenkrämpfe), Kopfschmerzen oder auch das plötzliche Zucken der Augenlider.

Doch können bei Magnesiummangel auch Migräne, Depressionen, Angstzustände, Hyperaktivität, Schlaflosigkeit und Osteoporose begünstigt oder verstärkt werden.

Viele Menschen mit Diabetes Typ 2 leiden ebenfalls an Magnesiummangel. Sorgen sie für eine bessere Magnesiumversorgung, geht die Insulinresistenz oft zurück. Auch Bluthochdruck, Karies, Unfruchtbarkeit, Impotenz, Arteriosklerose, Übergewicht und Herzrhythmusstörungen können ein Anzeichen für Magnesiummangel sein.

Wie kann man einen Magnesiummangel diagnostizieren?

Da all die genannten Symptome natürlich auch noch andere Ursachen haben können, sollte man auf Nummer Sicher gehen und einen Magnesiummangel mit einer einfachen Blutuntersuchung bestätigen lassen. Dazu sollte der Magnesiumgehalt im Vollblut untersucht werden, nicht – wie meist üblich – im Serum.

Wie kann man einen Magnesiummangel beheben?

Magnesiummangel kann auf zwei Weisen behoben werden, die auch problemlos miteinander kombiniert werden können:

  • Sie können Ihren Magnesiummangel mit einer bestimmten magnesiumreichen Ernährung beheben
  • Sie können Ihren Magnesiummangel mit einem für Sie passenden und ganz individuell ausgesuchten Magnesiumpräparat beheben

1. Magnesiummangel mit einer magnesiumreichen Ernährung beheben

Bei unserer heutigen eigentlich exzellenten Versorgungssituation mit Lebensmitteln aus allen Regionen der Erde wäre die Deckung des Magnesiumbedarfs allein durch die Ernährung theoretisch überhaupt kein Problem und wir könnten uns mit besonders magnesiumreichen Lebensmitteln eindecken, wie z. B. Amaranth, Quinoa, Meeresalgen, Kürbiskerne, Sonnenblumenkerne, Blattgemüse und Mandeln.

Diese jedoch werden von vielen Menschen viel zu selten verspeist. Entweder, weil sie ihnen zu exotisch sind oder weil sie zu kalorienreich sind. Letzteres wäre bei einer vernünftigen Einbindung der entsprechenden Produkte in den täglichen Speiseplan kein Problem. Man isst diese schließlich nicht zusätzlich, sondern ersetzt damit einfach minderwertige und meist gleichzeitig auch sehr magnesiumarme Produkte wie z. B. Fertigprodukte, industriell hergestellte Süßigkeiten, Backwaren aus Weißmehl etc.

Hier einige Beispiele: Essen Sie einen Brotaufstrich aus Sonnenblumenkernen statt Käse oder Wurst, verwenden Sie häufiger selbst gemachte Mandelmilch statt Kuhmilch, naschen Sie Energiekugeln aus Nüssen, Mandeln und Trockenfrüchten statt herkömmlichen Süßigkeiten oder snacken Sie Brot aus Keimlingen statt Knäckebrot etc.

Eine Magnesiumüberdosierung ist mit einer magnesiumreichen Ernährungsweise übrigens nicht möglich.

2. Magnesiummangel mit Nahrungsergänzungsmitteln beheben

Allein mit Nahrungsergänzungsmitteln sollte der Magnesiumbedarf nicht gedeckt werden. Denn schließlich versorgt die oben genannte Ernährung nicht nur mit Magnesium, sondern mit vielen anderen Vitalstoffen mehr, die allesamt für ein gesundes Leben und für die Prävention sowie Heilung von vorhandenen Beschwerden erforderlich sind.

Ergänzend jedoch kann ein Nahrungsergänzungsmittel sehr gut dabei helfen, auf die erforderliche Magnesiummenge zu gelangen.

Wer benötigt Magnesium?

Natürlich benötigt jeder Magnesium. Doch wer benötigt mehr Magnesium, als er zu sich nimmt? Um herauszufinden, ob ein erhöhter Bedarf an Magnesium vorliegt, kann man zunächst einmal seine eigene Lebenssituation analysieren.

Erhöhen Sie die Magnesiumzufuhr in bestimmtem Lebenssituationen

Wer krank ist, wer ein Baby erwartet oder stillt, wer in einer besonderen Stresssituation steckt, wer noch wächst oder wer in einer Erholungsphase ist, braucht besonders viel Magnesium und sollte seine Nahrung darauf abstimmen bzw. entsprechend hochwertige Nahrungsergänzungsmittel in Erwägung ziehen.

Magnesium für chronisch Kranke

Menschen, die unter chronisch entzündlichen Krankheiten leiden, sollten in jedem Falle an eine Nahrungsergänzung mit Magnesium denken oder aber ihre Ernährung magnesiumreich gestalten.

Magnesium wirkt hier leicht entzündungshemmend. Außerdem ist Magnesium bei Kranken oft mangelhaft vorhanden. Ja, ein langfristiger Magnesiummangel macht eindeutig anfälliger für einige konkrete Krankheiten.

Dazu gehören unter anderem Tinnitus, Migräne und Muskelverspannungen. Studien haben sogar belegt, dass ein Mangel des Stoffes über einen langen Zeitraum zu Herzinfarkten, Schlaganfällen und Herzrhythmusstörungen führen kann.

Magnesium für Diabetiker

Auch Diabetiker sollten mit ihrem Arzt eine Magnesiumsupplementierung besprechen. Denn Magnesium bekämpft Diabetes gleich auf verschiedene Weise. Es erhöht die Insulinproduktion in der Bauchspeicheldrüse und es verringert die Insulinresistenz der Zellen.

Magnesium für Frauen

Frauen sollten nicht nur während der Schwangerschaft und Stillzeit Magnesium einnehmen, sondern auch, wenn sie die Pille zur Verhütung einsetzen oder unter starken prämenstruellen Beschwerden (PMS) leiden. Die Pille erhöht den Nährstoffbedarf des Körpers enorm, und beim PMS sind entspannend wirkende Maßnahmen aller Art – wie z. B. Magnesium – höchst willkommen.

Magnesium wirkt überdies auf den Wasserhaushalt ein, so dass ein Mangel dieses Mineralstoffs zu Wassereinlagerungen führen kann – einem typischen Kennzeichen der Wechseljahre.

Zudem wirkt das Mineral auf die Regulation der körpereigenen Wärme, wodurch Frauen, die unter einem Magnesiummangel leiden, schneller frieren.

In der Schwangerschaft kann Magnesium außerdem zu einer Stabilisierung des Blutdrucks beitragen.

Magnesium für Menschen, die Medikamente einnehmen

Einige Medikamente, wie zum Beispiel Cortison, manche Herzpräparate oder auch die so genannten ACE-Hemmer führen ebenfalls zu einem erhöhten Bedarf an Magnesium, so dass Sie – wenn Sie Medikamente einnehmen – überprüfen sollten, ob diese zu den sog. Magnesiumräubern gehören oder nicht (siehe vorherige Zusammenstellung)

Wenn ja, nehmen Sie Magnesium als Nahrungsergänzung ein.

Magnesium bei Stress

Der Magnesiummangel steigt enorm an, wenn ein Mensch unter Stress steht. Stress gilt auch als die Volkskrankheit unseres Jahrhunderts und ist Krankheitsauslöser Nummer Eins.

Durch Stress erhöht sich der Bedarf an Magnesium durch einen erhöhten Verbrauch des Minerals in den Zellen sowie durch eine vermehrte Ausscheidung des Stoffes.

Bei Stress ist daher Magnesium eine unverzichtbare Nahrungsergänzung.

Magnesium beruhigt das Nervensystem

Magnesium beruhigt das Nervensystem, es wird deswegen auch als “Salz der inneren Ruhe” bezeichnet. Das liegt daran, dass es die Erregungsweiterleitung der Nerven dämmt, die den Stress hervorrufen. Die Stressanfälligkeit geht somit zurück, wenn man Magnesium einnimmt, man bleibt gelassener und erholt sich nach stressreichen Augenblicken viel schneller.

Magnesium hilft außerdem dabei, die Muskeln zu entspannen, was auch Sportler zu wissen schätzen. Sie beugen Muskelkrämpfen durch hohe Magnesiumgaben (ab 400 mg pro Tag) vor.

Magnesium für Sportler und zum Abnehmen

Wer beim Training seine Leistung erhalten will, benötigt eine zusätzliche Dosis Magnesium. Muskeln und Herz können dann mehr Energie produzieren und durch den Körper leiten, weshalb die Leistungsfähigkeit von Profi- und Freizeitsportlern zunimmt.

Nur durch das ausreichende Vorhandensein von Magnesium ist ein gutes Ausdauertraining überhaupt möglich.

Außerdem werden durch die Einnahme von Magnesium vermehrt Fett abbauende Enzyme produziert. Wer durch sportliche Betätigung abnehmen möchte, profitiert daher von Magnesium gleich mehrfach.

Die Muskel entspannende Wirkung des Magnesiums macht den Mineralstoff zudem zu einer angenehmen Einschlafhilfe.

Magnesium als Einschlafhilfe

Wer genug Magnesium im Körper hat, spürt die Entspannung. Er kann besser einschlafen und muss nicht befürchten, mitten in der Nacht von Wadenkrämpfen wach gerüttelt zu werden.

Magnesium schenkt Power fürs Gehirn

Das Gehirn des Menschen produziert zwar zehnmal mehr Energie als der übrige Körper, verbraucht aber rund dreißig Prozent der gesamten vorhandenen Energie. Magnesiumeinnahmen helfen, die Gehirnleistung zu verbessern.

Kalium verbessert die Magnesiumaufnahme

Achten Sie in jedem Falle auf die ausreichende Kaliumzufuhr, da Kalium die Magnesiumaufnahme fördert. Gute Kaliumlieferanten sind grüne Blattgemüse (z. B. Feldsalat, Kresse, Petersilie, Grünkohl etc.), aber auch Fenchel, Pastinaken und Rettiche sowie Nüsse und Samen (z. B. Kürbiskerne, Mandeln etc.).

Milchprodukte können die Magnesiumaufnahme hemmen

Mit Milchprodukten sollte Magnesium hingegen nicht eingenommen werden, da deren hoher Calciumgehalt zu einer Hemmung der Magnesiumresorption führen könnte. Das Calcium-Magnesium-Verhältnis von Milch ist 10:1, von Milchprodukten wie Käse ist es noch ungünstiger.

Durchfall durch Magnesium?

Weicher Stuhl ist ein typisches Begleitsymptom der Magnesiumeinnahme. Für Menschen, die eher an Verstopfung leiden, ist dies wunderbar, da die Verstopfung wie weggeblasen scheint.

Tritt jedoch Durchfall auf, so ist dies ein Zeichen dafür, dass entweder ein für Sie falsches Magnesium-präparat gewählt wurde oder dass das Magnesium überdosiert wurde.

Wechseln Sie hier das Präparat oder starten Sie mit kleineren Dosen, die Sie in mehrere Portionen täglich aufteilen und die Sie langsam wieder erhöhen, bis Sie bei der erforderlichen Dosis angelangt sind.

Durchfälle können auch dann entstehen, wenn Magnesium zusammen mit fetthaltigen Mahlzeiten genommen wird. Nehmen Sie daher das Magnesium lieber zu einer fettarmen Mahlzeit ein.

Liegt schon länger ein Magnesiummangel in Kombination mit Durchfall vor, kann Durchfall magnesium-mangelbedingt sein. Hier hat der Magnesiummangel zu einer Übererregbarkeit des Darmes geführt, was sich nun aber durch eine regelmäßige Magnesiumeinnahme wieder bessern lassen sollte.

Die richtige Magnesium-Dosierung

Im Allgemeinen nimmt man zur Nahrungsergänzung zwischen 300 und 600 mg Magnesium täglich – abhängig vom persönlichen Bedarf. Schauen Sie sich zur Ermittlung Ihres Bedarfs Ihre Lebenssituation (Stress, Sport o. ä.), Ihre Beschwerden und den Magnesiumgehalt Ihrer Nahrung an (evtl. in Zusammenarbeit mit einem ganzheitlichen Gesundheits- und Ernährungsberater) und entscheiden Sie dann (in Absprache mit Ihrem Arzt), wie viel Magnesium Sie benötigen.

Je höher sodann die tägliche Magnesiumdosis, für die Sie sich entschieden haben, desto besser ist es, die Dosis auf zwei oder mehr tägliche Einnahmen zu verteilen. Denn je geringer die Einzeldosis, umso mehr Magnesium kann davon resorbiert werden.

Weiter oben wurden Situationen genannt, in denen der Magnesiumbedarf steigt. So kann es beispielsweise bei Stress oder bei hohen sportlichen Anforderungen zu einem Verbrauch von täglich 800 mg Magnesium kommen.

Nach spätestens drei bis vier Monaten mit einer Magnesium-Nahrungsergänzung sollten eindeutige gesundheitliche Verbesserungen beobachtet werden können. Meist zeigt sich die Wirkung des Magnesiums jedoch schon nach wenigen Tagen, bei Krämpfen sogar unmittelbar.

Magnesium – Wann einnehmen?

Ideal ist die Einnahme von Magnesium am Abend, da seine leicht beruhigende Wirkung hier sehr angenehm ist. Hochdosierte Magnesiumpräparate werden besser vertragen, wenn man sie zu (nicht zu fettreichen) Mahlzeiten und nicht auf leeren Magen einnimmt.

Quelle (adaptiert): https://www.zentrum-der-gesundheit.de/magnesium.html

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