MSM

oder Methylsulfonylmethan ist eine organische Schwefelverbindung, die von Natur aus in tierischen, pflanzlichen und auch menschlichen Organismen vorkommt. Als Nahrungsergänzungsmittel ist es speziell als Schmerz- und unterstützendes Mittel bei Erkrankungen des Bewegungsapparates wie zB. Arthrose, Arthritis, Muskelkrämpfe oder -schmerzen aber auch bei Fibromyalgie oder Karpaltunnelsyndrom bekannt geworden.

MSM, ein gutes Schmerzmittel

Laut Professor Stanley Jakob, ein praktizierender Arzt, Chirurg und Wissenschafter an der Oregon Health & Science University in Portland, der sich vorranging der DMSO- und MSM-Forschung widmet, ist MSM das wirksamste und sicherste Schmerzmittel bei chronischen Schmerzen. Professor Jakob hat fast 20.000 Patienten die an chronischen Schmerzen litten über eine Zeitraum von 25 Jahren mit MSM behandelt. Im Gegensatz zu regulären Schmerzmitteln hat MSM so gut wie keine Nebenwirkungen, es treten keine Gewöhnungserscheinungen auf und die meisten Personen, die es verwendeten, gaben an dass sie sich sowohl körperlich als auch geistig besser fühlen.

MSM bei Gelenkverschleiß

Vor allem bei chronischen Schmerzen infolge von Gelenkverschleiß verschreibt Prof. Jakob MSM als Schmerzmittel sowohl zur oralen Einnahme (täglich durchschnittlich 6-8g, in schweren Fällen sogar 16-20g) als auch zur lokalen Behandlung (betroffenes Gelenk direkt mit MSM-Gel einreiben, wobei hier auch mit DMSO behandelt werden könnte). Bei einer Studie erzielte die Einnahme einer geringen Dosis von 2,2g MSM täglich eine deutliche Linderung der Gelenkschmerzen, nach 4 Wochen betrug die Schmerzreduktion durchschnittlich 60%, nach 6 Wochen sogar 82%!

MSM und Glucosamin – eine ideale Kombination

In einer weiteren Studie wurden die Wirkungen von MSM, Glucosamin und die Kombination beider Nahrungsergänzungsmittel untersucht. Den Teilnehmern wurde jeweils 1,5g MSM, 1,5g Glucosamin oder aber beide in Kombination verabreicht. Nach 12 Wochen waren die Schmerzen in der MSM-Gruppe um 52% gesunken, in der Glucosamin-Gruppe um 63% und in der MSM-Glucosamin-Kombinationsgruppe um 79%! Auch die Beweglichkeit der Gelenke sowie der Rückgang der Schwellungen hat sich in allen 3 Gruppen gebessert, auch konnten die Teilnehmer wieder weitere Strecken gehen als zu Beginn der Studie.

Linderung bei Heuschnupfen

In einer weiteren Studie wurde festgestellt, dass MSM ebenso Beschwerden beim Heuschnupfen wie Niesen, verstopfte oder rinnende Nase, Juckreiz, tränende Augen, Husten, Kopfschmerzen usw. lindern könnte. In dieser Studie wurden den Teilnehmern täglich 2,6g MSM verabreicht und die Änderungen wöchentlich dokumentiert. Nach einer Woche waren die Heuschnupfen-Beschwerden deutlich weniger, nach zwei Wochen fühlten sie die Teilnehmer deutlich vitaler.

Hilfe bei Rosazea?

Rosazea ist eine Hauterkrankung, deren Ursache nicht bekannt ist und sich bei verschiedenen Faktoren wie Ernährung, Arzneimitteln, Witterung, Stress, Hormonen und Hautpflegeprodukten verschlimmern kann. Davon sind hauptsächlich Frauen ab 30 betroffen. In einer italienischen Studie wurde untersucht, ob eine Creme mit MSM und Mariendistelextrakt eine Verbesserung bewirken könnte. Und tatsächlich reduzierte diese spezielle Creme signifikant Rötungen, Jucken und Pusteln und verbesserte besonders bei milden Formen der Rosazea den Feuchtigkeitsgehalt und die Färbung der Haut. Die Forscher vermuten, dass dies an den antioxidativen und entzündungshemmenden Eigenschaften der Mariendistel und des MSM, das außerdem schmerzlindernd wirkt, liegen kann. Außerdem schützt es die Haut vor den schädlichen Sonnenstrahlen und reduziert die Empfindlichkeit gegenüber eventueller Allergene.

Schutz vor Kolorektalkrebs?

Andere Wissenschaftler untersuchten den Zusammenhang zwischen der Einnahme bestimmter Nahrungsergänzungsmittel und Kräuter und dem Risiko an Kolorektalkrebs zu erkranken. Sie analysierten die Daten sowohl von Männern als auch Frauen im Alter von 50 und 76 Jahren. Diese Personen hatten in den vorhergehenden Jahren irgendwann eine Zeit lang MSM eingenommen (es lagen keine genauen Angaben vor, wie lange und wie viel) und hatten durchschnittlich ein um 54% geringeres Risiko an Dickdarm- und Mastdarm- oder Kolorektalkrebs zu erkranken als Menschen, die noch nie MSM eingenommen hatten.

Eigenschaften von MSM

  • Schmerzlindernd
  • Entzündungshemmend (Schmerzen, Rötungen, Schwellungen, Hitze, Funktionsverlust)
  • Antioxidans
  • Stimulierung der Gewebedurchblutung
  • Gefäßerweiterung
  • Schwefelspender (wichtiger struktureller Bestandteil des Bindegewebes, Knorpel und Haut)

Aufnahme, Verteilung und Ausscheidung im Tierversuch

Untersucht wurde eine einmalige Gabe von 500mg/kg Körpergewicht – MSM wird schnell und äußerst wirksam in die Blutbahn aufgenommen, es verteilt sich nahezu in allen Geweben und Organen. Innerhalb von 24 Stunden werden ca. 57% und innerhalb von 120 Stunden 86% über den Urin wieder ausgeschieden. Diese Studie liefert ergänzende Beweise für die Unbedenklichkeit von MSM aber auch dass bei (chronischen) Gesundheitsproblemen eine regelmäßig Einnahme erforderlich ist!

Sicherheit und Dosierung

MSM ist wahrscheinlich ein sehr sicherer Stoff und vermutlich nicht „giftiger“ als Wasser. Sogar eine Dosis von 1,5g/kg Körpergewicht über einen Zeitraum von 90 Tagen zeigten im Tierversuch keinerlei Neben- oder toxische Wirkungen – dies wären bei einem Menschen mit 70kg 105g täglich!

Die Dosierung von MSM hängt sowohl vom Körpergewicht als auch von der Art der Beschwerden und deren Intensität ab – die Dosierung variiert meist zwischen 0,5g und 8g täglich, in manchen Fällen sind jedoch auch höhere Dosierungen von 18g oder höher notwendig (mit ärztlicher Begleitung).

Zur Vorbeugung von Magen- und Darmbeschwerden sollte mit der oralen Einnahme (über den Tag verteilt oder zu einer Mahlzeit einnehmen) langsam mit 1g täglich begonnen werden und die Dosis langsam alle paar Tage um ein weiteres Gramm gesteigert werden. Wechselwirkungen mit Arzneimittel sind nicht bekannt, MSM hat eine leicht blutverdünnende Wirkung und kann auch mit anderen Nahrungsergänzungsmittel oder Kräuter (zB. MSM und Mariendistelextrakt bei Rosazea) kombiniert werden.

Quelle: https://www.orthoknowledge.eu/forschung/msm-ein-gutes-schmerzmittel/ https://www.orthoknowledge.eu/forschung/msm/msm-update/

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