Vitamin B7

oder Biotin ist sehr wichtig für den Stoffwechsel, besonders im Hinblick auf die Bildung von Fettsäuren. Zudem ist es besonders wertvoll für die Haut, Nägel und die Haare, weiters schützt es die Haut vor zahlreichen Entzündungen.

Vitamin B7 – Biotin, Vitamin H

Biotin gehört zu den wasserlöslichen Vitaminen und ist in der Nahrung oftmals in proteingebundener Form vorhanden. Das körpereigene Enzym Biotinidase muss dazu verwendet werden, um das Eiweiß aufzuspalten.

Biotin ist wichtig für den gesamten Körper, vor allem für den Stoffwechsel und für den geregelten Aufbau der Zellen. Biotin an sich kann auch durch den eigenen Darm produziert werden, aber nur in sehr geringen Mengen.

Der Hintergrund

Die wichtigsten Schritte der Entdeckung von Vitamin B7 sind:

  • Im Jahre 1940 wurde festgestellt, dass Biotin dem Vitamin H gleich ist und
  • 1942 wurde die Struktur von Biotin genauestens erforscht.
  • 1943 wurde die erste chemische Synthese vollzogen.

In welchen Nahrungsmitteln kommt dieses Vitamin vor?

Dieses Vitamin kommt vor in:

  • Eigelb
  • Bananen
  • Vollkornprodukte
  • Leber (Schweine, Hammel, Rind, Kalb)
  • Erdnüsse
  • Haferflocken
  • getrocknete Eierschwammerl und Steinpilze
  • Karfiol
  • Milchprodukten
  • Blattgemüse
  • Reis
  • Hülsenfrüchte (Linsen, Bohnen, Erbsen)
  • Rinder- und Schweinefleisch
  • Champignons
  • Seelachs
  • Sojabohnen
  • Schweinenieren
  • Speisetopfen
  • Sojaprodukten
  • Backhefe

Es ist in vielen Nahrungsmitteln enthalten, meist in kleinen Mengen, ein Mangel ist eher selten.

Wachstum, Zellaufbau

Es ist erforderlich beim Aufbau von Fettsäuren und kann bei regelmäßiger Zufuhr auch das Vitamin K bei der Blutgerinnung und dessen Aufrechterhaltung unterstützen. Es unterstützt die Menschen beim Wachstum und ist wichtig für den Aufbau der Zellen im Körper.

Ohne Biotin kann der Körper das wichtige Keratin nicht herstellen, dieser Stoff ist ein Eiweiß, das für den Aufbau der Haare, Nägel und für den Schutz der Haut, zuständig ist. Es wird auch Hornsubstanz genannt, weil es die schützende Hornschicht der Haut bildet.

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass Vitamin B7, eine wichtige Rolle beim Kohlenhydrat-, Fett- und Eiweißstoffwechsel spielt und es unterstützt das Wachstum sowie die Vermehrung der notwendigen Zellen im Körper.

Durch eine regelmäßige Einnahme von Biotin können sich folgende Funktionen verbessern:

  • Der Glukosestoffwechsel kann verbessert werden.
  • Die Nutzung von Glukose kann erhöht werden.
  • Die Glukosetoleranz und der Glucose Homöostase kann langfristig verändert bzw. verbessert werden.
  • Es kann zu einer Erhöhung des Abbaus von Glukose in der Leber und der Bauchspeicheldrüse führen und in Kombination mit Chrom kann eine Insulinresistenz verhindert werden.
  • Eine Schwangerschaftsdiabetes kann durch die erhöhte Zufuhr verhindert werden und es kann zu einer besseren Kontrolle des Blutzuckers (Typ-I-Diabetes) kommen.

Der tägliche Bedarf eines Menschen

Die genaue oder die wahre Dosis ist nicht bekannt und so können auch nur Richtwerte angenommen werden. Es wird aber angenommen, dass der Bedarf eines Menschen von dessen Alter abhängt.

Ab dem 18. Lebensjahr sollte man bis zu 100 bis 200 Mikrogramm zu sich nehmen. Mit zunehmendem Alter kann die Menge auf 100 Mikrogramm reduziert werden.

Schwangere oder stillende Frauen sollten zusätzlich ca. 50 Mikrogramm mehr aufnehmen.

Der Mangel an Biotin (Vitamin B7)

Ein Mangel ist relativ selten, kann jedoch vorkommen:

  • Wenn man eine Menge an rohen Eiern verzehrt. Das Eiklar enthält Avidin und dieser Stoff verhindert die Aufnahme von Biotin im Darm.
  • Durch die Einnahme von starken Medikamenten
  • Personen, die entweder viel Sport betreiben oder starke Raucher sind, müssen ihre Vitaminzufuhr an Biotin erhöhen.

Anzeichen eines Mangels

Die Anzeichen eines Mangels sind Hautstörungen, Haarausfall, spröde Nägel, Blutarmut, Depressionen, Angstzustände, Müdigkeit, Ohnmacht, Appetitlosigkeit, Muskelschmerzen, erhöhte Gesamt-cholesterinwerte, Unterzuckerung und Entzündung der Zunge, Wachstumsstörungen, Muskelkrämpfe, Schlafstörungen, Veränderungen der Schleimhaut des Magen-Darm-Trakts, Durchfälle, Übelkeit, Erbrechen und Sensibilitätsstörungen.

Eine Unterversorgung von diesem Vitamin kann durch eine Mangelernährung oder Unterernährung ausgelöst werden. In Industrieländern, wo die Nahrungsmittel meistens nicht knapp bemessen sind, kann eine Mangelernährung in Alters- und Pflegeheimen, in Spitälern, bei Menschen, die unter Alkoholsucht leiden und bei Menschen, die unter großem Termin- und Zeitdruck stehen, vorkommen.

Die Überdosis an Biotin (Vitamin B7)

Ein Biotin Überschuss ist weitestgehend unbekannt.

Quelle: https://www.fitundgesund.at/vitamin-b-sieben-artikel-92

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